Ein Leben für die Liebe zum Tier und zur Natur
Eine tiefe Verbundenheit zur Natur und vor allem zu Tieren habe ich schon immer gespürt. Das Rauschen des Meeres an der Küste, das Rascheln des Windes in den Bäumen oder das Gefühl von warmen Sonnenstrahlen auf der Haut, löste bei mir als Kind schon ein Kribbeln im Körper aus. Tiere suchten schon früh meine Nähe und vor allem zu Hunden gab es schon früh eine intuitive tiefe Verbundenheit, egal ob es sich um ein vertrautes oder fremdes Tier handelte. Erstaunte Sätze wie " Oh eigentlich mag der gar keine Kinder" oder "mein Hund lässt sich eigentlich nicht von Fremden anfassen" hörte ich bereits früh von erstaunten Erwachsenen, dem ich aber nie besonderen Gewicht gegeben habe, weil sich für mich der Kontakt zum Tier so selbstverständlich und vertraut angefühlt hat.
Groß geworden bin ich in Begleitung von diversen Kleintieren wie eigenen Kaninchen, Hamstern und Vögeln, sowie mit Pflege-Ponys und -Hunden, um die ich mit vollem Herzblut gekümmert habe.
Ganz klassisch habe ich dann meine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht. Im Herzen war mir aber schon immer klar, dass eine Zukunft ausschließlich vor Blatt und PC niemals meine Erfüllung sein wird und ich meine Leidenschaft für Tiere und Natur auch irgendwann im Beruf ausleben werde.
Mit 23 Jahren wurde ein großer Traum endlich war. Mein erster eigener Hund zog bei mir ein: Dana, eine wunderschöne, unfassbare sture, gelbe Labradordame aus einer Showlinien-Zucht. Meine Sonne. Unfassbar von mir geliebt und 14 Jahre lang meine konstante Begleitung durch alle Turbulenzen, die mein damaliges Leben für mich bereit hielt.
Rassetypisch litt Dana leider schon frühzeitig unter diversen Allergien, die sich unter schwerwiegenden Verdauungsstörungen und insbesondere unter chronischen wiederkehrenden, stinkenden und sehr schmerzhaften Ohrentzündungen gezeigt haben. Zusätzlich wurde Dana auch nicht vor Arthrosen verschont geblieben, durch die sie viele Jahre körperlich stark eingeschränkt gewesen ist.
Aufgrund der eigenen Unsicherheit und mangels eigenem Wissen, habe ich auf zu viele falsche Diagnosen und Heilversprechen vertraut, die letztlich meinem geliebten Hund ein jahrelanges körperliches Martyrium beschert haben und mich sehr viele Tränen, Nerven und letztlich sehr viel Geld gekostet haben.
Dana wurde mit 14 Jahren in einer Tierarztpraxis von ihrem Leiden erlöst.
Irritiert über die Intensivität, Irrationalität und Impulsivität meiner eigenen Trauer, habe ich mich intensiv mit dem Thema "Trauer um das geliebte Tier" beschäftigt. Ich lernte meine eigenen Gefühle zu kanalisieren und zu verstehen und begriff, dass ich mit diesem starken Gefühl vom Verlust nicht alleine bin, aber es sich viele einfach nicht trauen darüber zu sprechen, weil es ja "nur ein Tier" gewesen ist. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich zukünftig Menschen unterstützen möchte, die selber am Verlust ihres Tieres verzweifeln.
Trost fand ich in der schweren Zeit der Trauer um Dana in Fiete, einem kleinen Dackel-Terrier-Mix, den ich ganz ungeplant zwei Jahre zuvor als Hundesenior aus dem ungarischen Tierschutz adoptiert hatte.
2020 fand dann Sookie ihren Weg aus einem ungarischen Shelter als absoluter Vermittlungsnotfall zu mir. Ausgenutzt als Gebärmaschine und körperlich wie seelisch schwer misshandelt, hat Sookie aber niemals den Glauben an das Gute im Menschen verloren. Hochsensibel spürt Sookie jede Emotion und versucht wahlweise aufzumuntern oder zu trösten. Als Mix aus Malinois, Viszla & Wolfhund kommuniziert Sookie hündisch klar, was mich anfangs im Alltag herausgefordert hat, was sich aber letztlich als großes Geschenk, gerade in Bezug auf meine Pflegehunde, erwiesen hat. Den alten grummeligen Fiete mochte Sookie immer gerne mit ihrer Dynamik ärgern und pushte somit den Senior noch einmal ganz neu . Von Fiete hat Sookie wiederum gelernt, wie viele Vorzüge so ein Leben in liebevoller Obhut haben kann.
Im Jahr 2021 beendete ich dann meine Ausbildung zur zertifizierten Tierernährungsberaterin. Das Wissen und die Anleitung dazu, dass Ernährung der Schlüssel für das Ausbleiben, Lindern und Heilen von vielen Krankheiten und Allergien ist, teile ich seitdem mit vielen interessierten Tierhaltern.
Direkt im Anschluss begann ich sofort mit der Ausbildung zur Tierpsychologin, denn mir wurde schnell klar, dass auch die Psyche des Tieres einen großen Einfluss auf die Gesundheit, speziell auf die Verdauung des Tieres hat. Auch im Umgang mit meinen eigenen Tierschutzhunden, war die Ausbildung wichtig, den es gab ein paar kleine wiederkehrende Konflikte zwischen Sookie & Fiete, die sich darauf begründeten, dass ich mich den beiden gegenüber menschlich einfach falsch verhielt. Nachdem ich also lernte hündisch klar zu kommunizieren, wuchsen die beiden zum absoluten Dream-Team zusammen.
Ein großer Traum von mir war immer die Ausbildung zur Tierheilpraktikerin. Aber dieser Wunsch rückte erstmal nach hinten, da ich bereits als Tierernährungberaterin / Tierpsychologin - nebst Vollzeitjob, Haus und mit eigenen anspruchsvollen Hunden zeitlich gut ausgelastet gewesen bin.
Als mein geliebter Fiete mit über 16 Jahren zufällig die Diagnose Leberkrebs im Endstadium bekommen hatte, flammte meine Wissbegierde über alternative Heilkunst wieder voll auf. Auch eine schwere Diagnose muss nicht sofort ein Todesurteil sein, denn mein Fiete war noch voller Lebensfreude, frass gut und war altersbedingt aktiv, dass ich ihm versprach, dass wir das Allerbeste aus der verbliebenen Zeit herausholen und jeden Tag genießen.
Mit einer systematisch angepassten Ernährung je nach seinem aktuellen Gesundheitsstand sowie mit ganzheitlicher Unterstützung, wurde uns noch ein ganzes halbes - sehr intensives - Jahr geschenkt, für das ich für immer sehr dankbar sein werde. Mein kleiner Bär lebte wie ein Prinz, wurde verwöhnt und umsorgt wie es nur ging und hat sich dann schlussendlich mit fast 17 Jahren in den ewigen Schlaf geleiten lassen. Dieser schöne und respektvolle Abschied von Fiete hat mich auch sehr in meiner eigenen Trauerbewältigung entlastet und so konnte ich mich auch auf Sookie konzentrieren, die ja ebenfalls ihren Partner verloren hatte und sehr stark um Fiete trauerte.
Nachdem Fiete verstorben war, war für mich klar, dass ich aus Dankbarkeit für diese tiefe Seelenverbundenheit zu einem Hund, also Fiete zu Ehren als Pflegestelle für Tierschutzhunde aktiv sein möchte und dass ich nun - durch die harte, aber auch lehrreiche Zeit der Pflege eines schwerkranken Hundeseniors, mein Studium zur Tierheilpraktikerin beginnen werde.
Zwei Jahre später - genau an Fietes Todestag - habe ich meine Abschlussprüfung mit Erfolg bestanden und darf nun mein eigenes Wissen, meine eigenen Erfahrungen und meine eigenen Werte an Mensch & Halter weitergeben. Für mich ein großes Privileg.
Mittlerweile durften dank Fiete bis dato mehr als 10 Pflegehunde auf Zeit bei uns einziehen und ein glückliches neues Zuhause finden und somit ist es bewiesen, dass selbst die vermeintlich kleinsten Leben ein großes Licht hinterlassen können.
Meine tierischen Begleiter:
Sookie
Vizsla-Malinois-Mix
* 14. Juni 2015
Sookie wurde mir als Notfall in einem ungarischen Tierheim angezeigt. Schwer Misshandelt und als Gebärmaschine ausgenutzt hatte sie ihr Vertrauen und ihre Freude am Leben verloren. Mit ganz viel Training und Empathie wurde die sensible & aktive Schönheit alltagsfest und begleitet mich mittlerweile souverän durch alle Lebenslagen. Sookie ist meine Lehrmeisterin in der hündischen Kommunikation und ihre unverfälschte direkte Art ist meine größte Unterstützung bei der Arbeit mit den Pflegehunden, die sich immer sehr an der erfahrenen und gelassenen Sookie orientieren.
Danke Sookie, du bist wunderbar!
Maggie
Griffon-Owtscharka-Mix
* 04. Januar 2023
Klein, frech & wunderbar:
Maggie ist im Herbst 2023 bei mir auf Pflegestelle "hängengeblieben", nachdem Sookie ihr Herz an den kleinen Wirbelwind verloren hat. Maggie hat mich anfänglich sehr herausgefordert, denn wer denkt so ein kleiner Hund läuft doch so einfach mit, der hat noch keine Maggie kennengelernt ;)
Aber aus der kleinen Panik-Maus ist eine sehr freche kleine Hundedame geworden, die weiß wo es langgeht. Maggie begleitet mich mittlerweile zuverlässig zu allen Praxis-Seminaren und durch ihre direkte verspielte Art, konnte sie bislang jeden verschlossenen Pflegehund aus der Reserve locken und zum fröhlichen Spiel animieren.
Wir lieben Dich Maggie.
Niemals vergessen:
Dana
(Beska von Doubleyou)
Labrador-Retriever
* 01.10.2005 -
t 10.09.2019
Meine erste eigene Hündin.
Dana war 14 Jahre die Sonne an meiner Seite. Sie war der erste eigene Hund in meinen Leben, den ich mir so nie gewünscht hätte, aber den ich genauso gebraucht habe, um heute der Mensch zu sein, der ich sein möchte.
Dana war niemals eine die mir einfach hinterherlief, sondern eine die mir zeigte, dass ich noch sehr viel im Leben zu lernen habe.
Durch Dana wurde der Wunsch in mir geweckt, mich hündisch weiterzubilden und einfach in allem besser zu werden, damit sich Fehler aus Liebe und Naivität nicht mehr wiederholen.
Dana wird jeden Tag vermisst und lebt in jedem Sonnenstrahl für mich weiter.
"You are my sunshine - my only sunhine...."
Fiete
Dackel-Terrier-Mix
* 10.02.2007 -
t 13.06.2023
Seelenhund und bester Buddy.
Mit 10 Jahren in Ungarn von seinen Besitzern nicht mehr gewollt, ist er über Umwege zu mir gekommen. Einen Hundesenior zu adoptieren hat mein Denken verändert und wegen Fiete bin ich auch ehrenamtlich Pflegestelle für Tierschutzhunde geworden.
Die Bindung zwischen Fiete und mir war von Tag 1 unbeschreiblich. Diese tiefe Gefühl von Vertrautheit und Seelenpartnerschaft, die man erleben muss und nicht beschreiben kann.
Nachdem uns noch fast 7 gemeinsame Jahre geschenkt worden sind, durfte Fiete friedlich zuhause einschlafen.
"Kleiner Bär, du fehlst mir so"