Unterstützung des Bewegungsapparates, der Darmkulturen, für das gesunde Wachstum im Welpenalter, für glänzendes Fell, gegen das Älterwerden, Akut gegen Allergie, hilft bei Ängstlichkeit und und und…..
Der Markt der Ergänzungsfuttermittel hat schon lange auch die Heimtierbranche erreicht und findet beim besorgten Tierhalter reißenden Absatz. Zielgerichtet an das liebende Herz von Herrchen und Frauchen, wird vermittelt, dass wir für die Gesundheit unseres Lieblings nicht alles tun, wenn wir ihm diese gut beworbenen, oftmals sehr hochpreisigen und gerne auch hübsch verpackten Dragees, Pulver oder Ölen verwehren. Um die letzten Zweifel zu zerstäuben, wird man dann noch gerne auf der firmeneigenen Homepage von einer Person im weißen Kittel mit Dr.-Titel begrüßt, als Sympathieträger noch fix ein Hündchen oder Kätzchen auf den Arm und natürlich der Hinweis auf irgendwelche hochwissenschaftlichen Studien, die belegen sollen, dass unsere Vierbeiner in der heutigen Zeit gegen unzählige Stressfaktoren und Umweltgifte ankämpfen müssen, die nur mit der Gabe von Produkt XY bewältigt werden können.
Dem Tierhalter wird suggeriert, dass Probleme lediglich dadurch entstehen, wenn der Körper zu wenig Nährstoffe erhält und hierdurch Mangelerscheinungen auftreten. Was natürlich stimmt, aber was der Hersteller gerne auf dem Etikett im Kleingedruckten versteckt, ist der wichtige Hinweis, dass eine Überdosierung von bestimmten Vitaminen, Mineralien und sonstigen Zusatzstoffen auch eine stark schädigende Wirkung auf den Organismus haben kann. Hier zählt nicht das Motto „viel hilft viel“, sondern eher was zu viel ist, ist zu viel. Wie in allen wichtigen Dingen im Leben ist die richtige Dosierung Maß für Gift oder Geschenk. Was vielen Tierhaltern nicht bewusst ist, dass bei einer Fütterung mit einem Fertigfutter, welches vom Hersteller als Alleinfutter deklariert worden ist, bereits alles an lebensnotwendigen Stoffen per Gesetz enthalten sein muss, welches das Tier zum gesunden Überleben benötigt. Meist werden sogar Vitamine und Mineralien im gesetzlich tolerierbaren Rahmen leicht überdosiert, um Verluste durch Verarbeitung und Lagerung wieder auszugleichen. Bekommt der Körper nun zu viel des Guten, kann folgendes passieren. Ein Teil der überflüssigen Vitamine und Mineralstoffe wird über dem Darm wieder ausgespült. Das kann wiederum zu einer Disharmonie in der Darmflora führen, wodurch wiederum Durchfall entsteht, der die Gefahr von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit erhöht. Ein Teufelskreis, der meist gar nicht vom Besitzer auf die richtige Ursache zurückgeführt werden kann und gerne durch die unnötige Gabe von weiteren Nahrungsergänzungsmitteln zu unterdrücken versucht wird, was wiederum bei der Industrie die Kasse klingen lässt. Langfristig fataler aber sind die Folgen von den Stoffen, die der Körper nicht als Überfluss ausspült, sondern im Gewebe abspeichert. Diese Tiere, die meist jahrelang überversorgt worden sind, sind leider meist am Ende die Kandidaten, die schon frühzeitig unter erhöhten Leber- und Nierenwerte leiden oder bei denen das Herz im Alter nicht mehr richtig arbeitet. Auch diverse Magenprobleme, wie z. B. chronische Magenschleimhautentzündungen, können bei einer falschen Dosierung von Mineralstoffen entstehen oder verstärkt werden. Eine Überversorgung an Nährstoffen steht sogar im Verdacht, die Anfälligkeit für Krebserkrankungen zu erhöhen.
Selbstverständlich gibt es auch wirklich Tiere, die einen Mangel oder gesundheitliche Probleme haben und wo es durchaus Sinn macht und gesundheitsfördernd ist, das Futter entsprechend zu ergänzen. Allerdings sollte man sich vor der Gabe zum Schutz des Tieres an einen fachkundigen und geschulten Personenkreis wenden, um keine neuen gesundheitlichen Probleme zu erschaffen und dann möglichst nur hochwertige Produkte ohne zusätzliche minderwertige Füllstoffe.